mit Anette Bley
Wir erarbeiten uns an zwölf Vormittagen einen freien Blick und damit die Grundlagen und zeichnerischen Fertigkeiten zur Darstellung von Räumlichkeit und Volumen im Bildraum. Dazu werden vielfältige Techniken und Motive verwendet, das Aktstudium steht jedoch im Vordergrund.
Jeder Schüler soll die Möglichkeit haben, aktiv, individuell und mit allen Sinnen zu lernen. Die Beobachtunsfähigkeit wird geschärft und verfeinert, sowie eine Sensibilität für die zeichnerischen Mittel - Linie, Fläche und Bildraum - entwickelt.
Die Zeichnung nach der Natur ist mehr als ein Abbild. Sie ist immer auch eine Aussage über die Sichtweise des Zeichners, seine Interpretation und Stellungnahme. Daher ist das Ziel dieses Kurses, neben der visuellen Wahrnehmung, auch die persönlichen Interessen, Neigungen und Schwerpunkte bei der Darstellung zu entwickeln und zu fördern.
Wahrnehmungsschulung Teil A: Linie
Die Schüler erarbeiten sich Grundfertigkeiten im Umgang mit der Linie, ihren Möglichkeiten und Grenzen.
Wahrnehmungsschulung Teil B: Fläche
Unterschiedliche Sichtweisen und Denkstrukturen werden entwickelt, um ein Objekt gezielt flächig, räumlich oder in Wechselwirkung von Fläche, Raum und Linie darstellen zu können.
Wahrnehmungsschulung Teil C: Bildraum
Die Dynamik des Sehens innerhalb einer begrenzten Fläche, die Beziehungen der in ihr enthaltenen Elemente untereinander und die daraus entstehenden Spannungsfelder werden hier erfahren und bieten eine Basis für die Entwicklung einer geschlossenen Welt in der Bildkomposition.
Komposition
Bildkomposition und Bildinhalt oder Form und Inhalt können
- wenn sie sich entsprechen, eine besondere Überzeugungskraft entwickeln
- wenn sie im Widerspruch stehen, Spannung und Irritation auslösen.
Diesem Phänomen nachzuspüren und individuelle Lösungsmöglichkeiten für konkrete Inhalte zu finden, ist Thema dieser Lehreinheit.
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